Michael Winterhoff: Lasst Kinder wieder Kinder sein

(Gütersloher Verlagshaus)

In seinem neuen Buch wendet sich der erfahrene Kinder- und Jugendpsychiater und Bestsellerautor Michael Winterhoff den Erwachsenen zu und fragt, warum es für immer mehr Erwachsene nicht mehr möglich ist, eine angemessene, von unbewussten Belastungen freie Beziehung zu anderen Menschen – und damit auch zu (ihren) Kindern – aufzubauen.

Für Winterhoff liegt das Kernproblem darin, dass der Mensch seine innere Ruhe verloren hat. Die allgegenwärtige Penetration mit Negativnachrichten – verbunden mit einer vielfachen persönlichen Überforderung durch gesellschaftliche und technische Entwicklungen sowie einer Destabilisierung der eigenen Lebensverhältnisse - erzeugt eine Art Massentraumatisierung: Der Mensch wird rastlos, handelt nicht mehr ruhig und zielgerichtet, findet keinen Weg mehr aus dem sich ständig beschleunigenden Hamsterrad. Psychisch defizitäre, auf Dauer gehetzte Menschen aber werden die Grundpfeiler unseres Zusammenlebens nicht mehr tragen können.

Dabei zerstört Winterhoff zwar das Trugbild einer grenzenlosen Freiheit, in der wir uns heute wähnen, weist aber auch Wege aus dem Dilemma auf. Aus seiner Analyse heraus entwickelt er Alternativen, die eine Rückkehr zum intuitiven Verhalten ermöglichen – auch und vor allem gegenüber unseren Kindern, damit Kinder endlich wieder Kinder sein dürfen.

Manfred Spitzer: Vorsicht Bildschirm!

(dtv)

Manfred Spitzer, einer der populärsten Hirnforscher Deutschlands, beschreibt in diesem Buch drastisch, wie sich Fernsehen, Video- und Computerspiele, Gameboy und stundenlanges Surfen im Internet auf die Entwicklung von Kindern auswirken. Sein Fazit ist eindeutig: Die Bildschirmmedien erhöhen die Aggressivität und schädigen die Hirnentwicklung, sie fördern Lese- und Konzentrationsschwächen und stellen für die Gesundheit der Jugendlichen, sei es durch Übergewicht, sei es durch Alters-Diabetes in jungen Jahren, eine immer größere Gefahr dar.

Neueste Ergebnisse aus der Gehirnforschung beweisen, dass sich die Gehirne von Kindern, die von klein auf viel Zeit vor dem Fernseher verbringen, anders entwickeln als Gehirne von Kindern, die wenig oder gar nicht fernsehen. Sinne verkümmern, das Vermögen zu riechen, zu fühlen oder sich zu bewegen bleibt defizitär.

Gerald Hüther, Helmut Bonney: Neues vom Zappelphilipp

(Patmos Verlag)

Kaum eine Störung ist in den letzten Jahren mehr diskutiert worden als ADS.
Millionen von Kindern scheinen inzwischen weltweit unter dieser "Krankheit" zu leiden. Schnelle Abhilfe verspricht ein Medikament: Ritalin, auch wenn die Auswirkungen langfristig völlig unerforscht sind. Was ist ADS wirklich und was hat es mit den den angeblichen Stoffwechselstörungen im Gehirn auf sich?

Der Hirnforscher Gerald Hüther und der Familientherapeut Helmut Bonney erklären anhand neuester Erkenntnisse aus der Hirnforschung, was Eltern über ADS wissen sollten, was sie vorbeugend tun können und warum Ritalin keine Lösung ist.

Klar und gut verständlich stellen sie dar, wie ADS entsteht und wie Eltern,
Lehrer und Erzieher schon zu einem frühen Zeitpunkt neue Wege der Therapie beschreiten können